Hallo und Servus!
Heute gibt es mal wieder einen informativen Beitrag über Open Source und die Verwendung von Linux in öffentlichen Einrichtungen. Das Thema ist in der Verwaltung schon seit vielen Jahren präsent, wird vielerorts aber vernachlässigt und es wird wieder zum Klassiker von Microsoft gegriffen. Andererseits gibt es auch hier Lichtblicke für die Zukunft, die zeigen, wie es gehen kann.

LiMux – das gescheiterte Vorzeigeprojekt aus München
Aufgrund des Support-Endes von Microsofts Windows NT 4 Ende 2003 prüfte die Landeshauptstadt München den Einsatz von einer Ersatzlösung. Auf dem LinuxTag im Mai 2013, circa zehn Jahre nach Projektbeginn, verkündete der Projektleiter von LiMux die Fertigstellung.
Es gab wohl diverse Beschwerden innerhalb der Stadtverwaltung, dass LiMux nicht so funktioniere, wie es benötigt werde. Auch hier gab es entsprechend Kommentare, die dies wiederum verneinten. Ein regelrechtes Hin und Her. Was natürlich auch in der Presse regelmäßig aufgegriffen wurde.
2013 wurde dann bekannt, dass Microsoft mit seiner Deutschland-Zentrale vom Münchner Norden – Unterschleißheim – nach München Schwabing umzieht. Hierzu ein Artikel aus der SZ vom November 2013. Dies war allerdings politisch und medial in aller Munde. Weil man im Stadtrat beschloss, dass bis Ende 2020 alle rund 15.000 Arbeitsplätze wieder auf Windows umgestellt werden sollen.
Russland setzt ebenfalls auf Linux
Ja, auch die russische Führung möchte vermehrt Open-Source-Software nutzen. Hier ist natürlich anzumerken, dass der Antrieb hauptsächlich von den obersten Etagen ausgeht, um keine westliche Software mehr nutzen zu müssen. In russischen Privathaushalten sieht das allerdings ganz anders aus.

Einen Artikel dazu gab es bei t3n im September 2022. Ich verlinke Dir den Beitrag einfach nachfolgend, falls Du dazu noch etwas mehr lesen möchtest. 🙂
Russland treibt Wechsel von Windows auf Linux voran – das ist aber nicht so einfach
Frankreich zieht auch mit …
… auch die Franzosen sind bei der Digitalisierung und der Umstellung auf Open-Source-Software mit von der Partie.

In der Stadt Lyon sollen 10.000 Arbeitsplätze in der Verwaltung von Windows befreit werden und in Zukunft mit Linux laufen. Frankreich hat hier allerdings schon Erfahrung beim Umstieg auf Open Source.
Auch hierzu habe ich einen kleinen Artikel für Dich, in dem etwas darüber informiert wird: Lyon ersetzt Windows und Microsoft Office durch Open Source
Allerdings sollte man sich Zeit nehmen
Ja, eine Umstellung nimmt seine Zeit in Anspruch. Das können wir uns sicher alle irgendwie denken. Aber man sollte auch vor Augen haben, dass bereits 2002 von einer sogenannten Linux-Welle in der öffentlichen Verwaltung schwadroniert wurde. Davon sehe ich aber bis heute relativ wenig. Da sich die Landes-, Bundes- und ortsabhängigen Regierungen stets im Wege stehen, Entscheidungen ändern und wieder alles unnötig kompliziert dargestellt wird. Bestes Beispiel: München und LiMux.
So, ich hoffe, Du hast einen kleinen Überblick bekommen, dass es durchaus teilweise gewollt ist, sich von BigTech zu lösen, wie ich bereits hier schon geschrieben hatte. Dennoch ist die Zukunft von Linux in der breiten Verwaltung noch sehr überschaubar. Und damit entlasse ich Dich wieder in die Weiten des WWW und verbleibe mit meinem Schlussgruß.
Man liest sich. 🙂
